Stieglitz
Stieglitz
Stieglitz

Stieglitz oder Distelfink (Carduelis carduelis)


Der Stieglitz oder auch Distelfink gehört, wie sein Name schon sagt, zu den Finkenvögeln. Er fällt durch seine bunte Färbung auf: Der Kopf ist schwarz-weiß mit einem roten Gesicht, das wie eine lustige Maske aussieht. Die Flügel sind schwarz mit einem gelben Flügelband, der Rücken ist hellbraun. Das Weibchen unterscheidet sich nur wenig vom Männchen. Am ehesten durch die Farben, die beim Männchen stärker ausgeprägt sind. Der Stieglitz ist etwas kleiner als ein Spatz und hat für einen Finken einen auffallend langen und spitzen Schnabel.

Seine auffällige Färbung soll er der Sage nach erhalten haben, weil er als letzter kam, als Gott die Farben verteilte. So hatte Gott nur noch Reste übrig, die er als bunte Tupfen auf dem kleinen Vogel verteilte.

Stieglitze besiedeln gerne Obstgärten, Streuobstwiesen, naturnahe Gärten und offene Landschaften mit ausreichend Bäumen. Sie ernähren sich fast ausschließ-
lich von Sämereien, vor allem von Disteln, Korbblütlern (auf den Bildern: Flocken-
blumen), Kräutern, Gräsern und Bäumen. Ihre Vorliebe für Disteln hat ihnen den Namen Distelfink eingebracht. Lediglich in der Brutzeit werden die Jungen mit Blattläusen und Insekten gefüttert.

Das Nest wird vom Weibchen in Baumkronen oder Sträuchern gebaut. Das Männ-
chen bleibt dabei in der Nähe. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern.

Stieglitze sind Kurzstreckenzieher oder bleiben ganzjährig hier und besuchen dann im Winter auch gerne Futterstellen. Generell lebt er aber von Samen von Pflanzen, deren Samenstände im Winter stehenbleiben bzw. stehengelassen werden.